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Evolution of Scandinavian long knives – Projekt Forlǫg

Informationen
Untertyp
Online-Artikel
Autor
Tomáš Vlasatý
Erscheinungsjahr
2020
Sprache
Englisch
Publikation
Projekt Forlǫg (sagy.vikingove.cz)
DOI
10.59500/forlog
ISSN
2788-3000
URL
sagy.vikingove.cz/en/evolution-of-scandinavian-long-knives

Evolution of Scandinavian long knives – Projekt Forlǫg

Quellenübersicht

Dieser Artikel von Tomáš Vlasatý (veröffentlicht 24.08.2020) untersucht die Entwicklung skandinavischer Langmesser von ca. 800–1100 n. Chr. — nach Ansicht des Autors ein „weitgehend vernachlässigtes Kapitel" frühmittelalterlicher Bewaffnung. Der Artikel behandelt regionale Varianten in Norwegen, Dänemark, Schweden, Gotland, Litauen, Lettland, Estland, Finnland und der Alten Rus. Zentrale Thesen: Norwegische Langmesser (20–50 cm) entwickelten sich zu einschneidigen Schwertern (ca. 25 % der norwegischen Schwertfunde); die skandinavische Langmesser-Produktion wirkt im Vergleich zur kontinentalen Sax-Tradition eher sporadisch; baltische Völker übernahmen ab dem 10. Jh. verzierte Scheiden-Traditionen; schwedische und altrussische Messer stammen vermutlich aus denselben Werkstätten. Der archäologische Befund spricht nach Vlasatý eher für funktionale Nutzung (Jagd, Fleischverarbeitung) als für primär militärischen Einsatz — der Autor rät Reenactorn entsprechend von Langmessern als „typischer Wikingerausrüstung" ab.

Inhalt

Autor: Tomáš Vlasatý | 24. August 2020 | Projekt Forlǫg (sagy.vikingove.cz)

DOI: https://doi.org/10.59500/forlog | ISSN: 2788-3000

Gruppenbeschreibung der geraden Langmesser (skandinavisch-baltisch)

  • Einschneidiges Langmesser mit geradem Rücken.
  • Gesamtlänge 27–60 cm (meist 35–50 cm), Klingenbreite 1,7–3 cm, Rückenstärke ~1 cm.
  • Griff 9–13 cm, aus Holz, Bein oder Geweih.

Baltischer Regionalbefund (Latgallen)

Nach Vlasatý sind Langmesser dieser Gruppe im Gräberfeld Priekuļi-Gūģeri (Lettland) u. a. aus Grab 30 und Grab 42 erhalten (unter Verweis auf Apala–Zariņa 1991). Für Grab 30 liegt inzwischen die Primärpublikation im Archiv vor (siehe Apala_Zarina_1991_Guegeru_Kapulauks); Grab 42 bleibt weiterhin nur über diesen Artikel belegt.

Umfang der Bibliografie

Der Artikel führt laut Übersicht über 150 Zitate aus norwegischen Museumskatalogen (UNIMUS), schwedischen Grabungsberichten (Birka, Valsgärde, Gotland), baltischer (litauischer, lettischer, estnischer) Fachliteratur, deutschen Waffenstudien sowie russischer/ukrainischer und angelsächsischer Fachliteratur. Einzelzitate wurden im Archiv bislang nur dort übernommen, wo sie konkrete Funde betreffen (s. o.).

Behandelte Fundorte