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Birka I – Die Gräber

Informationen
Autor
Holger Arbman
Erscheinungsjahr
1943
Sprache
Deutsch
Reihe
Birka. Untersuchungen und Studien, herausgegeben von Kungl. Vitterhets Historie och Antikvitets Akademien
Verlag
Kungl. Vitterhets Historie och Antikvitets Akademien
Verlagsort
Stockholm
Bände
Textband, Tafelband
Format
Zwei Bände (Textband + Tafelband)
Seiten
Textband XXVIII + 529 S.; Tafelband 282 Tafeln
URL
archive.org/details/BirkaIText
Lizenz
CC0 1.0 Universal (Public Domain, Internet Archive)

float-right small "Umschlag: Holger Arbman, Birka I – Die Gräber (Kungl. Vitterhets Historie och Antikvitets Akademien, Stockholm 1943)" Birka I: Die Gräber (Holger Arbman, 1943) ist die zentrale Publikation der Birka-Gräberauswertung, basierend auf den Grabungen durch Hjalmar Stolpe (1873–1895). Das Werk gliedert sich in:

  • Textband: Grabkatalog mit detaillierter Beschreibung jedes ausgegrabenen Grabes (Maße, Befund, Beigaben mit Inventarnummern und Tafelreferenzen)
  • Tafelband: Zeichnerische Tafeln der Objekte und Befundpläne

Bedeutung für Bj 644

Bj 644 ist als „GRAB 644" im Textband ausführlich beschrieben (etwa S. 221–225) mit zugehöriger Inventartafel Abb. 183 im Tafelband.

Wesentliche Befunddaten zu Bj 644 nach Arbman

Feld Information
Grabtyp Skelettgrab, große Kammer
Orientierung W+55° N – O+55° S
Maße Länge 2,55 m, Breite 1,85 m, Tiefe 1,65–1,80 m
Kammerwand 9 cm dicke Holzschicht bis 1,75 m über dem Boden
Decke Quergehende Hölzer; im Schutt zahlreiche Steine bis 1,2 m Durchm., durch die Decke gesunken
Erhaltene Skelettreste Ein Schädel, ein Unterkiefer, zwei Paar dicht aneinander liegende Oberschenkelknochen, ein Armknochen
Lage der Toten Laut Arbman „schwerverständlich, anscheinend gesessen und zwar möglicherweise die Frau auf den Knien des Mannes"

Die Inventartafel Abb. 183 zu Bj 644 ist im Anhang erfasst (fund_arbman_1943_bj644_inventar.jpg, siehe Anhang-Index) und im Grab-Eintrag Bj644_Birka eingebunden.

Zitierte Textstellen (Grabkatalog)

Wörtliche Auszüge aus dem Textband, gesammelt an dieser einen Stelle: Die Grab-Einträge verweisen hierher, statt die Zitate zu wiederholen. Seitenzahlen beziehen sich auf die Druckseiten des Textbandes (Scan im Anhang, siehe unten).

Grab 154

Textband S. 67.Bj154_Birka

„BRANDGRAB. Hügel, Durchm. 7,5 m, Höhe 1,2 m … Es handelt sich hier um Reste eines Scheiterhaufens, die von einer 0,6 m dicken Sandschicht bedeckt waren."

„8 orientalische Bronzebeschlagstücke, Taf. 91: 3, nämlich ein rahmenförmiges, 2,5 x 2,2 cm, ein zungenförmiges, Länge 2,9 cm, 3 rosettenförmige, 1,7 x 1,7 cm, und 3 herzförmige; beschädigter Bronzebeschlag, mit einer runden, zweimal durchlöcherten Scheibe, Taf. 91: 3 oben links, Länge 2,8 cm; kubo-oktaedrisches Bronzegewicht …"

Grab 369

Textband S. 104–105.Bj369_Birka

„BRANDGRAB. Hügel, Durchm. 8,1 m, Höhe 1,2-1,35 m … ein Tongefäss, Taf. 222: 3 … In dem Gefäss: verbrannte Knochen, 2 viereckige Riemenbeschläge und eine Riemenzunge aus Bronze … Oben auf dem Gefäss das fast vollständige Skelett einer Henne."

„Riemenbeschläge aus Bronze, Taf. 88: 2 … 35 quadratische, darunter 10 vergoldet, mit einem zurückblickenden Jellingetier verziert … Riemenzunge mit Flechtbandmuster und Tierkopfverzierung, Länge 4,5 cm … gebuckelte Bronzebeschläge mit durchbrochener Verzierung im Borrestil …"

„Randfragment einer Waagschale, Taf. 126: 6"

Grab 644

Textband S. 221–225.Bj644_Birka — Befunddaten siehe Abschnitt Bedeutung für Bj 644 oben.

Grab 739

Textband S. 305–306.Bj739_Birka

„SKELETTGRAB, Abb. 215. In einem Hügel, Durchm. 11,1 m, Höhe 1,5 m, eine grosse Kammer … Länge 2,4 m, Breite 1,4–1,8 m, Tiefe 1,65 m"

„Glasbecher (215:14), Taf. 193:2, Höhe 8 cm, Durchm. 8,9 cm … urspr. hellgrün … aufgelegte Fäden … mit einer Zange zu senkrechten Wülsten zusammengekniffen"

Grab 750

Textband S. 309–310.Bj750_Birka

„2 SKELETTGRÄBER … Hügel, Durchm. 14 m, Höhe 1,5 m … eine etwa 2,5 m lange Holzkammer für eine Doppelbestattung … Absatz für ein Pferd"

„Glasbecher (217:1), Taf. 193:3, Höhe 9,5 cm, grösster Durchm. 10 cm, ursprünglich gelblichbraun … aufgelegte Fäden"

„8 Spielsteine aus … dunkelgrüner Masse, 17 aus hell blaugrüne[r] …"

Relevanz für das Reenactment

  • Standardpublikation für sämtliche Birka-Grabfunde
  • Maßstabsgetreue Tafelzeichnungen als Vorlage für Repliken
  • Vollständige Grabkontexte ermöglichen Trachtenrekonstruktionen
  • Querverweise zwischen den Gräbern erlauben typologische Einordnungen

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