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Bj 750, Birka

Informationen
Grab-ID
Bj 750
Fundort
Birka
Gräberfeld
Hemlanden (südlicher Teil, nahe dem Stadtwall / Svarta jorden)
Typ
Kammergrab (Hügelgrab)
Datierung
Wikingerzeit (Birka, ca. 8.–10. Jh.; genaue Datierung aus Arbman 1943 nachzutragen)
Ausgrabung
Hjalmar Stolpe (Birka-Grabungen 1871–1895)
Maße
Grabhügel ca. 14 m Durchmesser, ca. 1,5 m hoch

Beleglage: Grabbeschreibung nach dem Museumsportal Historiska (Birka-Projekt) referiert und als Sekundärquelle markiert — die Portal-Angaben stehen gesammelt in Historiska → Bj 750; die Funde sind in Arbman 1943 publiziert — die wörtlichen Zitate (Textband S. 309–310) stehen in der Quelle: Arbman 1943 → Grab 750. Die konkrete Zuordnung welcher Glasbecher die Markt-Replik Glockenbecher abbildet (Inventarnummer), ist nicht belegt — die Angabe „Grab 739/750" stammt aus der Markt-Preisliste des Glasmachers.

Bestattungsbefund

Bj 750 zählt zu den reichsten und exklusivsten Gräbern Birkas. Im Zentrum des Grabhügels fand Stolpe eine große hölzerne Grabkammer. Anthropologische Detailbefunde sind im Archiv nicht belegt.

Inventar

Beigaben nach Arbman 1943, Birka I — Text, S. 309–310 (Grab 750), ergänzt um die SHM-/Historiska-Übersicht:

  • Doppelbestattung in einer ca. 2,5 m langen Holzkammer; an der Ostseite ein Absatz für ein Pferd; Hügel Ø 14 m, Höhe 1,5 m
  • Eisenschwert (217:40, Typus Taf. 2:2/2:3, L 99 cm; Knauf mit Silber-/Kupfer-Streifen; bronzenes durchbrochenes Ortband mit Vogelfiguren, Taf. 4:5, mit Holzscheiden- und Wollstoffresten)
  • Speerspitze (217:55); eiserner Schildbuckel (217:21, Typus Taf. 16:7)
  • Glasbecher (217:1), Taf. 193:3 — H 9,5 cm, größter Ø 10 cm, ursprünglich gelblichbraun (jetzt opak), stark gewölbter Boden, aufgelegte Glasfäden; ähnlicher Becher wie die Markt-Replik Glockenbecher (deren näheres Vorbild ist Bj649_Birka, Taf. 189:3)
  • 26 Glas-Spielsteine (217:49), Taf. 147:1 — darunter ein »König« aus grüner Glasmasse mit Augen, Nase, Krone und einem spiralförmig aufgelegten dunkelblauen Faden, untere Partie von viereckigem Querschnitt, Höhe 4,1 cm, größter Ø 2,2 × 1,9 cm; dazu 8 Spielsteine aus dunkelgrüner und 17 aus hell blaugrüner Masse, Ø 2,5–2,7 cm → Bezug der Replik Spielsteine. Der »König« ist im SHM-Katalog als Föremålsnummer 107786_HST („Spelpjäs, kung") erfasst → SHM_Samlingar. Eine SHM-Inventarnummer (Föremålsnummer:Undernummer) weist die Medienseite nicht aus; sie bleibt nachzutragen. Eigener Fund-Eintrag: → Glasspielstein_Koenig_Bj750_Birka.
  • eiserne Spielbrettbeschläge (217:48) — vier Eckbeschläge, vgl. Taf. 146:1
  • Bronzeschüssel (217:53, Taf. 201:2, Ø 36 cm); Perlen (Glas/Glasfluss); Handwerksgeräte, Wetzstein, Eisenbeschläge/-niete u. a.
  • (laut SHM-Übersicht zudem vergoldete Fibeln, Münzen, Gewichte, Goldfaden-Textilien)

Fundzeichnungen

  • Glas-Spielsteine Bj 750 = Taf. 147:1 (Tafelband S. 165) — die 26 Spielsteine mit dem »König« (mittig, gekrönte grüne Glasfigur):

Arbman 1943, Taf. 147:1 – Glas-Spielsteine aus Grab Bj 750 mit »König«

Glas-Spielkönig, Birka Bj 750 (SHM 107786_HST). Foto: Ola Myrin, Historiska museet/SHM, CC BY 4.0

  • Glasbecher Bj 750 = Taf. 193:3 (Tafelband S. 216) — fragmentierter Becher mit aufgelegten Glasfäden; ähnlicher Becher wie die Replik Glockenbecher (näheres Vorbild Bj649_Birka, Taf. 189:3):

Arbman 1943, Taf. 193:3 – Glasbecher aus Grab Bj 750

Glasbecher, Birka Bj 750 (SHM 107811_HST). Foto: Ola Myrin, Historiska museet/SHM, CC BY 4.0

Quellennachweise

Offene Aufgaben / nachzutragen

  • Arbman 1943 zu Bj 750 konsultieren: Tafelnummer der Glasbechererledigt 2026-05-30: Glasbecher 217:1 = Taf. 193:3 (Text S. 309–310); Glas-Spielsteine belegt.
  • Genaue Birka-Datierung des Grabes ergänzen; Inventarnummern der Einzelobjekte nachtragen.
  • Bj 739 gesondert prüfen und als eigenen Grab-/Fundeintrag anlegenerledigt 2026-05-30: Bj739_Birka (Glasbecher 215:14, Taf. 193:2). Beide Becher „739/750" damit belegt.