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Bootkammergrab, Haithabu

Informationen
Grab-ID
Bootkammergrab
Fundort
Haithabu
Gräberfeld
Haithabu (Bootkammergrab, außerhalb des Halbkreiswalls)
Typ
Kammergrab (Bootkammergrab)
Datierung
Ende 9./Anfang 10. Jh.; Datierung in der Forschung umstritten (Argumentation „nicht vor 900" anhand der Schwerter; abweichend bis 2. Hälfte 10. Jh.)
Ausgrabung
Friedrich Knorr, 1908
Maße
Grabkammer ca. 3,7 × 2,4 m, Holzboden in ca. 1,9 m Tiefe, W–O orientiert

Beleglage: Das im Archiv als Scan vorliegende Werk Schietzel 2014, S. 574 (Abb. 487) bildet die „Prachtschwerter aus dem Bootskammergrab" ab (Buchbeleg, im Archiv). Die folgenden Grab-/Befunddetails (Ausgrabung, Kammermaße, Bestattungszahl, Beigabeninventar, Datierungsdiskussion) sind hier nach einer enzyklopädischen Sekundärquelle referiert und als solche markiert: Wikipedia: „Bootkammergrab von Haithabu". Die primäre Grabungs-/Forschungsliteratur (Knorr 1911; Eisenschmidt; Müller-Wille) ist im Archiv noch nicht erfasst.

Bestattungsbefund

Nach der referierten Sekundärquelle wurden in der Grabkammer drei Personen bestattet; am Rand der Kammer lagen in einer Grube drei Pferde als Beigabe. Der ranghöchste der drei Männer war mit einem karolingischen Schwert (begehrtes fränkisches Exportprodukt) und persönlicher Ausstattung beigesetzt (Wikipedia). Anthropologische Detailbefunde sind im Archiv nicht belegt.

Inventar

Beigaben laut referierter Sekundärquelle (Wikipedia):

  • 3 Schwerter (eines karolingisch) → Schwert_Bootkammergrab_Haithabu (Prachtschwert, Vorbild der Replik Koenigsschwert_Haithabu)
  • Reste mehrerer Schilde
  • Pfeile
  • Zaumzeug und Sporen
  • Glasbecher
  • Bronzeschale
  • eisenbeschlagener Holzeimer

Die genaue Zuordnung der drei Schwerter zu den drei Bestatteten und einzelne Inventarnummern sind im Archiv nicht belegt (Primärpublikation nachzuschlagen).

Fundzeichnungen

Quellennachweise

Offene Aufgaben / nachzutragen

  • Primärliteratur teilweise erfasst: MuellerWille_1976_Bootkammergrab_Haithabu (Erstpublikation des Bootkammergrabs) angelegt; Knorr 1911 noch aufzunehmen. Befund- und Datierungsangaben aus Müller-Wille 1976 gegen die Sekundärquelle absichern.
  • Zuordnung der drei Schwerter zu den Bestatteten und Inventarnummern klären (Vierck 1984, zit. in Schietzel_2014_Spurensuche_Haithabu S. 575).
  • Datierungsdiskussion (Ende 9. Jh. vs. 10. Jh.) mit Primärquellen auflösen.