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Bj 902, Birka

Informationen
Grab-ID
Bj 902
Fundort
Birka – Insel Björkö, Mälarsee, Uppland, Schweden
Typ
Brandgrab (zwei Brandgräber im Hügel)
Datierung
Wikingerzeit (Birka); genaue Datierung aus Arbman 1943 nicht angegeben
Maße
Hügel Durchm. 7,5 m, Höhe etwa 1 m, aus Kies und kleinen Steinen
Brandschicht
1,2 m vom W-Rand, Tiefe 0,45 m; Länge O.–W. 2,1 m, Breite 1,35 m, Dicke 0,06 m
Tafel
Taf. 168:7 (Nadelbüchse)
Aufbewahrung
Statens Historiska Museum (SHM), Stockholm

Beleglage: Alle Angaben nach Arbman 1943, Birka I – Text, Grab 902, S. 351–352, und dem zugehörigen Tafelband (Taf. 168:7). Datierung und Inventarnummern sind aus dieser Quelle nicht belegt. Volltext im Archiv (Anhang/PDFs/buch_arbman_1943_birka_i_text.pdf).

Bestattungsbefund

Der Hügel enthielt zwei Brandgräber. In einer Tiefe von 0,45 m, 1,2 m vom W-Rand entfernt, lag eine Brandschicht (Länge O.–W. 2,1 m, Breite 1,35 m, Dicke 0,06 m). Die Beigaben verteilen sich vom N-, W- und S-Rand der Brandschicht her; 0,15 m über der Brandschicht lag zusätzlich eine Eisenschere (Taf. 175:1, Länge 14,1 cm).

Fundinventar (nach Arbman_1943_Birka_Graeber, Grab 902)

  • Röhrenförmige Nadelbüchse aus Bronze (Taf. 168:7), Länge 5,5 cm, Durchm. 1 cm, mit Bronzereifen um Enden und Mitte, zwischen den Bändern eingeritzte Doppelfurchen
  • Fragment einer arabischen Silbermünze, nicht bestimmbar, möglicherweise omaijadisch
  • Hellgrüne flache Glasperle, Durchm. 1 cm
  • 2 ovale Schalenspangen (stark verbrannt; eine Typus Taf. 64:5, eine Typus Taf. 66:8), Nadeln aus Eisen
  • Zweizahniger Eisenschlüssel (Typus Taf. 267:3), Länge 13,6 cm
  • Eisenkette (Taf. 113:19) mit dreiseitiger Klapper (Länge 7,5 cm)
  • Ringspange aus Bronze mit aufgerollten Enden (Taf. 51:2), Durchm. 3,9 × 4,3 cm
  • Eisenpinzette (Taf. 171:12), Länge 7,8 cm; Eisenpfriemen, Länge 7 cm
  • Feuerstahl (Typus Taf. 144:7), Länge 7,8 cm; Eisenringe; bandförmiger Eissporn; Eisenfragmente
  • Fragmente eines Tonnapfes (Typus Taf. 247:6), Höhe etwa 7 cm
  • Eisenschere (Taf. 175:1), Länge 14,1 cm (0,15 m über der Brandschicht)
  • ohne nähere Angaben, verbrannt: halbe gleicharmige Bronzespange (Typus Taf. 81:5); beschädigter Fingerring aus Bronze (Taf. I) mit Punktlinien und eingestempelten Dreieckreihen
  • verbrannte Knochen

Fundzeichnungen

  • Nadelbüchse Bj 902 = Taf. 168:7 (Tafelband, unteres Objekt; das obere = Taf. 168:5 stammt aus Bj935_Birka):

Arbman 1943, Taf. 168:7 (unten) – bronzene Nadelbüchse aus Grab Bj 902 (Bildzitat)

  • Originalzeichnung der Nadelbüchse (SHM):

Katalogzeichnung der bronzenen Nadelbüchse, Birka Bj 902 (SHM) Original-Vergleich: bronzene Nadelbüchse (Katalogzeichnung), Birka Bj 902 (SHM 581817_HST). Zeichnung: Harald Faith-Ell, Historiska museet/SHM, CC BY 4.0

Verknüpfte Funde

Fund Arbman-Tafel Eintrag
Bronzene Nadelbüchse Taf. 168:7 Nadelbuechse_Bj902_Birka

Quellennachweise

  • Arbman_1943_Birka_Graeber – Holger Arbman, Birka I: Die Gräber (1943); primäre Quelle (Grab 902; Nadelbüchse Taf. 168:7). Volltext im Archiv.
  • Birka – Fundort

Offene Aufgaben / nachzutragen

  • Inventarnummern der Objekte recherchieren; genauere Datierung prüfen.