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Beads and the Urban Networks of the Viking Age

Informationen
Untertyp
Buchkapitel
Autor
Matthew C. Delvaux
Herausgeber
Michael Dodt, Andreas Kronz, Bente S. Majchczack, Sebastian Messal
Verlag
Propylaeum (Universitätsbibliothek Heidelberg)
Verlagsort
Heidelberg
Erscheinungsjahr
2022
Sprache
Englisch
Sammelwerk
Glas als Fernhandelsprodukt im frühen Mittelalter – Köln und der europäische Norden
Reihe
RGZM – Tagungen
Band
46
Seiten
65-78
ISBN
978-3-96929-187-0
DOI
10.11588/propylaeum.1105
URL
books.ub.uni-heidelberg.de/propylaeum/catalog/book/1105
Lizenz
CC BY-SA 4.0 (Open Access)

Delvaux untersucht Glasperlen als Indikator der urbanen Netzwerke der Wikingerzeit (erweitert auf ca. 700–1100): Perlen verbinden die boomenden Ökonomien des Nahen Ostens über die nördlichen Emporien mit den Gräbern der Eliten und der nordischen Diaspora. Die urbanen Netzwerke entstanden vor der Wikinger-Gewalt und waren (nach Sindbæk) womöglich eine ihrer Ursachen.

Für das Archiv zentral: Im Hafen von Haithabu versank um ca. 830 eine Börse mit ~600 Perlen und 7 Münzen. Segmentperlen kamen ab den 790ern in Masse an, viele waren gar nicht tragbar (Kaupang: 23 % der Metallfolienperlen mit fehlerhafter Durchbohrung) und ließen sich zerteilen — Perlen dienten demnach als Warengeld für Kleinbeträge, noch bevor Hacksilber üblich wurde („used like hack silver well before hack silver came into use"). DOI ist der Band-DOI (kein separater Kapitel-DOI angegeben).

Relevanz für das Reenactment

  • Wissenschaftliche Grundlage für den „Glasperlen als Kleingeld"-Punkt der Führung: Welt der Wikinger (Station „Handel & Raubzüge") — als Forschungshypothese, nicht als Faktum formulieren.
  • Kontext für die Handelsausstattung (Klappwaage, Hacksilber, Glasperlen).

Verknüpfte Einträge

  • Band (Open Access): https://books.ub.uni-heidelberg.de/propylaeum/catalog/book/1105
  • Band-DOI: https://doi.org/10.11588/propylaeum.1105