Ulfberht-Schwert aus Gnezdovo (Grabhügel C-15)¶
Informationen
- Kategorie
- Waffe
- Fundort
- Gnezdovo – Hügelgräberfeld bei Smolensk, rechtes Dnjepr-Ufer
- Fundkontext
- Grab
- Fundlage
- Grabhügel C-15 – Brandbestattung; nur hersteller-/sekundärbelegt
- Hinweis
- kein eigener Grab-/Komplex-Eintrag im Archiv (Bestattungsdetails nicht aus Grabungspublikation belegt)
- Ortsnummer
- aus den vorliegenden Quellen nicht belegt
- Datierung
-
- Jh. (SHM); Hersteller-/Sekundärangaben 9.–10. Jh.
- Material
- Eisen, geschmiedet (Museumskatalog)
- Maße
- 98,5 × 9,8 cm (Museumskatalog)
- Petersen-Typ
- E1 (Hersteller-/Sekundärangabe, SPQR)
- Aufbewahrung
- Staatliches Historisches Museum Moskau (SHM / ГИМ)
- Inventarnummer
- Оп.В 1071/69 (Op.V 1071/69); ГИМ 80135/1371; ГК 45449166
Beleglage / Quellentrennung (wichtig): – Museum bestätigt (nach Katalog des Staatlichen Historischen Museums Moskau, OBJECT/5509755): ein eisernes, geschmiedetes Schwert, 10. Jh., 98,5 × 9,8 cm, aus dem Hügelgräberfeld Gnezdovo (Smolensk), Inv. Оп.В 1071/69 / ГИМ 80135/1371. – Nur Hersteller-/Sekundärangabe (nicht aus einer Grabungspublikation belegt): Zuweisung an Grabhügel C-15, Grabung 1874, Brandbestattung mit Urne, Ulfberht-Inschrift, Klassifikation Petersen-Typ E1. Quelle: SPQR (Herstellerangabe). Der Katalogeintrag selbst nennt weder „C-15" noch die Inschrift; die Identität von OBJECT/5509755 mit dem von der Replik gemeinten C-15-Schwert stützt sich auf die übereinstimmende Inventarnummer.
Fundkontext¶
Der Katalog des Staatlichen Historischen Museums Moskau ordnet das Schwert dem Hügelgräberfeld von Gnezdovo zu (Smolensky rajon, Oblast Smolensk). Die genauere Zuweisung an den Grabhügel C-15 samt Brandbestattung (Urne mit Leichenbrand, Schwert „in den Boden gesteckt" daneben) und die Grabung 1874 stammen aus der Hersteller-/Vertriebsbeschreibung (SPQR / Battle_Merchant, gesammelt in SPQR) und sind im Archiv nicht aus einer Grabungspublikation belegt. Ein eigener Grab-/Komplex-Eintrag wird daher (noch) nicht angelegt; siehe „Offene Aufgaben".
Beschreibung¶
Beschreibung des Originals nur, soweit belegt:
- Eisen, geschmiedet; Gesamtmaß 98,5 × 9,8 cm (Museumskatalog).
- Eine deskriptive Beschreibung des korrodierten Originals (dunkel patinierte Klinge, Reste einer mittig sitzenden Inschrift, zweiteiliger Knauf mit Punkt-/Rasterstruktur, linsenförmige Parierstange) liegt nur über ein Webfoto unbekannter Quelle/Lizenz im Replik-Eintrag vor und ist dort als rein deskriptiv markiert — siehe Ulfberht-Schwert (Inventar), Abschnitt „Historischer Bezug".
- Inschrift („+VLFBERH+T" / Voluten auf der Gegenseite): Hersteller-/Sekundärangabe (SPQR), vom Museumskatalog nicht bestätigt.
Fundzeichnungen¶
Kein lizenzgeklärtes Fund-/Katalogbild im Anhang. Der Katalogeintrag enthält keine ausgewiesene Bildlizenz; das im Replik-Eintrag vorhandene Original-Webfoto hat unbekannte Quelle/Lizenz und wird daher hier nicht als Fundbild übernommen, nur verwiesen.
Quellennachweise¶
- Ulfberht_Schwert – eigene Ausstellungsreplik dieses Fundes (mit Hersteller-/Markt-Belegen, Fotos)
- Stalsberg_2008_Vlfberht_Schwerter – Vlfberht-Klingen, V/U-Variation der Inschrift
- Martens_2021_Swords_Telemark – Methodik wikingerzeitlicher Schwerter, Ulfberht-Inschriften
- Katalog des Staatlichen Historischen Museums Moskau, OBJECT/5509755 – Museumsbeleg (Objektdaten wörtlich)
- Staatliches-Historisches-Museum_Moskau – Aufbewahrungsort
Relevanz für das Reenactment¶
- Originalbeleg zur Ausstellungsreplik Ulfberht_Schwert: belegt Fundort (Gnezdovo), Datierung (10. Jh.) und Materialtechnik (Eisen, geschmiedet) museumsseitig; die Replik-spezifischen Zuschreibungen (C-15, Inschrift, Petersen E1) bleiben hersteller-/sekundärbelegt.
Offene Aufgaben / nachzutragen¶
- Grabungspublikation zu Gnezdovo C-15 ermitteln (Brandbestattung, Inschrift, Petersen-Einordnung museums-/forschungsseitig belegen) — z. B. über Stalsberg_2008_Vlfberht_Schwerter / Müller-Wille 1971.
- Erst bei belegter Bestattung: eigener Grab-/Komplex-Eintrag C-15 und
komplex:-Verknüpfung. - Lizenzklärung für ein offizielles SHM-Fundbild (Katalog nennt keine Lizenz) — sonst nur Verweis.
- Transliteration/Lesung der Inventarnummer (Кyrillisch Оп.В vs. lat. Op.V) gegen eine zweite SHM-Quelle prüfen.