Tjängvide (Alskog)¶
Informationen
- Fundort
- Tjängvide, Kirchspiel Alskog, Gotland, Schweden
- Land
- Schweden
- Region
- Gotland (Alskog socken)
- Koordinaten
- 57°20′39″N 18°39′09″E
- Genauigkeit der Koordinaten
- Fundplatz des Bildsteins am Hof Tjängvide (nicht der heutige Standort in Stockholm); bogensekundengenau
- Quelle der Koordinaten
- Gotlandic Picture Stones – The Online Edition, „GP 5 Alskog Tjängvide I" (Fundkoordinate; Fornsök L1977:1126 / RAÄ Alskog 46:1): https://www.gotlandicpicturestones.se/s/index/item/2052
- Zeitraum
- Fund 1844 (Bildsteine selbst wikingerzeitlich, ca. 8.–9. Jh.)
- Fundjahr
- 1844 (oder kurz zuvor)
- Befund
- drei Bildsteine, als Baumaterial in den Fundamentmauern eines mittelalterlichen Hauses vermauert
- Museum
- Statens Historiska Museum, seit 1869 (Tjängvide I)
- Fundtypen
- Bildstein
Beleglage: Orts- und Fundangaben nach der GP-Edition, Datensätze GP 5, GP 6 und GP 7 → Gotlandic_Picture_Stones (Objektseiten und Lizenz dort), ergänzt durch Wikipedia, „Tjängvide image stone" (EN).
Überblick¶
Auf dem Hof Tjängvide im Kirchspiel Alskog (Gotland, Schweden) wurden 1844 oder kurz zuvor drei Bildsteine entdeckt: Der Bauer Johan Tjängvide und sein Bruder Jakob stießen beim Bau eines Kartoffelkellers auf dem Hofgelände auf die Fundamentmauern eines mittelalterlichen Hauses; beim Durchbruch dieser Mauer zeigte sich, dass ein Bildstein (GP 5, Alskog Tjängvide I) als Baumaterial vermauert worden war.
Befunde¶
Drei Bildsteine wurden am selben Fundplatz angetroffen:
- GP 5 (Alskog Tjängvide I): bei den Kellerarbeiten 1844 ausgegraben, zunächst am Hof unter einem Schutzdach aufbewahrt, 1869 an das Statens Historiska Museum überführt. Im Archiv als Bildstein_Tjaengvide erfasst.
- GP 6 (Alskog Tjängvide II): von den Bauern als weiterer, noch vermauerter Bildstein gemeldet; verblieb am Fundort.
- GP 7 (Alskog Tjängvide III): ein drittes Bildstein-Fragment, von Pehr Arvid in einem weiteren Mauerwerk am selben Hof gefunden und skizziert; wegen seiner Größe nicht geborgen.
Der Verbleib von GP 6 und GP 7 ist unbekannt – erhalten sind nur Pehr Arvids skizzenhafte Zeichnungen.
Bedeutung für das Reenactment¶
- Fundort des Bildsteins von Tjängvide (G 110/GP 5), einer der bekanntesten Bildquellen zur vorchristlichen Vorstellungswelt der Wikingerzeit (Odin-auf-Sleipnir-Deutung, Schiffsdarstellung).
Verknüpfte Funde¶
Museen¶
- Statens Historiska Museum, Stockholm (Aufbewahrungsort GP 5/Tjängvide I)
Verknüpfte Literatur¶
Webquellen¶
- Gotlandic_Picture_Stones — Objektdatensätze GP 5 „Alskog Tjängvide I", GP 6 „Alskog Tjängvide II", GP 7 „Alskog Tjängvide III"
- Wikipedia (englisch), „Tjängvide image stone"