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Rök-Runenstein (Ög 136)

Informationen
Kategorie
Runenstein
Überlieferung
Denkmal
Fundort
Rök, Ödeshög, Östergötland, Schweden
Datierung
frühes 9. Jahrhundert (um 800)
Material
Granit (nach Wikipedia)
Aufbewahrung
in situ bei der Kirche von Rök, Östergötland
Inventarnummer
Ög 136 (Rundata)

Beschreibung

Der Rök-Stein ist ein aufrecht stehender Runenstein in Östergötland (Schweden). Er trägt die längste bekannte Runeninschrift – rund 760 Zeichen auf mehreren Seiten – und gilt als eines der bedeutendsten schriftlichen Zeugnisse der frühen Wikingerzeit.

  • Die Inschrift ist im jüngeren Futhark abgefasst, verwendet aber mehrere Schrift- und Chiffriersysteme (u. a. ältere Runen und Geheimrunen).
  • Der Text wird als Gedenkinschrift eines Vaters (Varinn) für seinen Sohn gelesen und enthält Anspielungen auf Sagen- und Heldenstoff; die genaue Deutung ist in der Forschung umstritten (klassische heroisch-mythologische Lesung vs. neuere Deutungsansätze).

Die konkreten Deutungen der Inschrift sind Interpretation und sollten nicht als gesicherter „Inhalt" wiedergegeben werden.

Fundbild

Der Rök-Runenstein (Ög 136), Östergötland — aufrecht stehender Stein mit dicht beschriebener Runeninschrift (Foto: Arkland, CC BY-SA 4.0) Foto: Arkland. Lizenz CC BY-SA 4.0. Quelle: Wikimedia Commons.

Das Bild zeigt den Stein in Gänze: eine hohe, oben zulaufende Steinplatte, deren Fläche in waagerechten und senkrechten Zeilen dicht mit rot nachgezogenen Runen bedeckt ist.

Relevanz für das Reenactment

  • Zeitgenössisches Schriftzeugnis der Wikingerzeit (im Gegensatz zu den erst im 13. Jh. verschriftlichten Sagas)
  • Referenz für Runenformen des jüngeren Futhark und für die Gestaltung von Runeninschriften
  • Illustration für Vermittlung: „Wie sahen echte Runensteine aus?"

Quellennachweise

Quelle Art Thema
Wikipedia: Stein von Rök Web Übersichtsdarstellung, Datierung, Deutungsgeschichte
Wikimedia Commons Bildquelle Foto des Steins (CC BY-SA 4.0)

Noch zu belegen

Fundgeschichte (u. a. sekundäre Verbauung), exakte Maße und Zeichenzahl sowie eine differenzierte Darstellung der Deutungsansätze sind im Archiv noch aus Fachliteratur zu belegen.